Noreia-Tempel Hohenstein

An einem wunderschönen Wintertag, die Sonne schien und der Himmel war wolkenlos (also kein Schnee in Sicht…), gingen wir eine Runde um das Schloss Hohenstein (bei Liebenfels, Kärnten) spazieren. Dort hatte man ja vor Jahren einen Noreia-Tempel ausgegraben mit etlichen ihr geweihten Inschriften. Im Umkreis gibt es viele Quellen, auch damals dürfte sich am Heiligtum einen Quelle befunden haben, da ein Weihestein eine Bohrung aufweist, um ihn womöglich an einem Brunnen zu befestigen. Auf einem Relief sieht man auch eine Priesterin mit einem Eimer zum Wasserholen in der Hand, das heute unweit vom ehemaligen Tempel in der Kirche von Pulst eingemauert ist.  Man hatte alle Mauerreste etc. wieder zugedeckt (man weiß als Normalsterbliche daher nicht, wo der Tempel nun genauer ist), die Weihesteine sind z.T. ja in Klagenfurt zu sehen (siehe http://www.elaria-starrider.com/blog/?p=611).

Priesterin mit Eimer, Relief an der Kirche von Pulst

im Osten die Saualpe

im Südosten der Magdalensberg

Blick nach Südwesten

schöne Lärche unterhalb von Schloss Hohenstein

Auch hier könnte der Tempel drunter sein…oder weiter drüben…

Jedenfalls gibt es schöne Bäume…

ein paar Schneereste bzw. Frost…

wundervolle Abendstimmung…Frau Venus war auch zu sehen und strahlte ihr Silberlicht in unsere Herzen….

Noreia-Weihealtar

Einstmals im Noreia-Heiligtum Hohenstein/Kärnten als Weihealtar mit Silberschale und Portrait der Göttin, heute vor einem modernen Gebäude auf einem dreieckigen Ständer angebracht…hat er doch noch immer Kraft. Ich bekam einen Gänsehaut, als ich mit dem Finger ihren Namen nachzog und mir vorstellte, wie es sich wohl in ihrem Tempel angefühlt hatte. An sich brauchen wir ja eigentlich keinen Tempel für Noreia – sie ist das Land selbst, die Berge, Wälder, Seen und Flüsse, Pflanzen und Tiere.  Aber natürlich hat es auch eine besondere Kraft, wenn die Menschen an einem Platz opfern und beten und man weiß, dass ein Stein aus so einem Tempel 2000 Jahre alt ist (davon allerdings eine Menge Zeit unter der Erde oder in einem Museumskeller verbracht hat…).

„Der erhabenen Noreia geweiht…“

Noreia – oh du magische Lebenskraft spendende Göttin

Der Noreia-Tempel am Frauenberg

Besuch im Noreiatempel am Frauenberg bei Leibnitz/Steiermark

Schon lange wollte ich ihn mal besuchen – den Noreia-Tempel am Frauenberg! Und nun, an einem wie üblich hochnebeligem Tag in Kärnten fuhren wir in die Steiermark, wo schon auf der Pack die Sonne herauskam und uns den ganzen restlichen Tag Licht und Wärme schenkte. Von der Ebene nach Graz Richtung Slowenien kommt man nach Leibnitz und scheint wie in einer anderen Welt zu sein – Weinberge, Laubwälder in den wunderschönsten Herbstfahren, alte Villen und Schlösser, das Schloss Seggau und der Frauenberg mit dem Tempelmuseum, das auf und neben den Ruinen eines gallo-römischen Tempels errichtet wurde. Ich war begeistert! Während Helena sich an Steinhaufen und Marienkäfern erfreute, schauten wir uns um und opferten Blumen, Früchte, entzündeten Kerze und Räucherstäbchen auf dem ehemaligen Altar. Einige andere Besucher stellten sich als Pärchen hinauf und lächelten uns zu, als sie uns da beten und opfern sahen…

Der Berg an sich hat eine wirklich magische Anziehungskraft und Energie, die spürbar sehr alt ist – schon seit 7000 Jahren ist die nebelfreie Gipfelregion bewohnt und auch keltische Kultstätten sind schon seit 2500 Jahren dort, erst aus Holz, später aus Stein. Von den Römern errichtet gab es einen Altar, der vor einem Stiegenaufgang stand, von dort gelangte man in den Podiumstempel, an dessen Ende eine Kultstatue gestanden haben mag. Man nimmt an, dass der Tempel der Noreia, die bei den Römern dann mit Isis-Noreia bezeichnet wurde, geweiht war. Der nebenstehende Umgangstempel war wohl dem Kriegsgott Mars Latobius geweiht, man fand aber auch Hinweise auf die Pferdegöttin Epona und am Frauenberg fand man in einem Grabbau ein Relief mit der Göttin Venus.

Am spannendsten war neben dem Altar vor allem die Zisterne, die eine ganz besonders kraftvolle Ausstrahlung für uns hatte. Wir sahen regelrecht vor unseren Augen, wie die Menschen damals dort das Wasser holten und es im Tempel opferten und zu anderen Kulthandlungen verwendeten.

Die Aussicht auf Noreias Land um uns war atemberaubend, diese Farben, diese Kraft! Wir gingen noch zu nahegelegenen Schloss Seggau, wo sich ein reichhaltiges Lapidarium befindet. Die Wege, auf denen wir gingen, wurden wohl schon seit langer langer Zeit benutzt…

Es war ein wundervoller Ausflug gewesen und am Abend baute ich gleich meinen Altar um, weil es im Tempelshop ein Isis-Relief (sie stillt gerade ein Kind…) und einen Mondanhänger gegeben hatte.

weitere Informationen:h

http://www.museumsverband.at/www/de/startseiten/metaframeset.php?P_MyCMS_Data=GESCHICHTE.SEITE1.&mid=FRAUENBERG

man beachte das Logo!

http://www.naturparkweinland.at/naturpark/home/index-DE.php

Der Altar vor dem ehemaligen Aufstieg zum Podiumstempel

Auf dem Altar brachten wir Opfer dar und sangen für Noreia…

Blick vom Podiumstempel nach Norden

Die Zisterne

Der Aufgang zur Zisterne.

Blick über Noreias Land nach Süden

Rekonstruktion des Isis-Noreia-Tempels

Venusrelief

wundervolle Herbststimmung…

Das Glitzern des Sulmsees

Wir wandelten auf uralten Pfaden durch Herbstwald…Maroni überall am laubübersäten Boden…

Isis Lactans