Noreia-Weihealtar

Einstmals im Noreia-Heiligtum Hohenstein/Kärnten als Weihealtar mit Silberschale und Portrait der Göttin, heute vor einem modernen Gebäude auf einem dreieckigen Ständer angebracht…hat er doch noch immer Kraft. Ich bekam einen Gänsehaut, als ich mit dem Finger ihren Namen nachzog und mir vorstellte, wie es sich wohl in ihrem Tempel angefühlt hatte. An sich brauchen wir ja eigentlich keinen Tempel für Noreia – sie ist das Land selbst, die Berge, Wälder, Seen und Flüsse, Pflanzen und Tiere.  Aber natürlich hat es auch eine besondere Kraft, wenn die Menschen an einem Platz opfern und beten und man weiß, dass ein Stein aus so einem Tempel 2000 Jahre alt ist (davon allerdings eine Menge Zeit unter der Erde oder in einem Museumskeller verbracht hat…).

„Der erhabenen Noreia geweiht…“

Noreia – oh du magische Lebenskraft spendende Göttin

Der Noreia-Tempel am Frauenberg

Besuch im Noreiatempel am Frauenberg bei Leibnitz/Steiermark

Schon lange wollte ich ihn mal besuchen – den Noreia-Tempel am Frauenberg! Und nun, an einem wie üblich hochnebeligem Tag in Kärnten fuhren wir in die Steiermark, wo schon auf der Pack die Sonne herauskam und uns den ganzen restlichen Tag Licht und Wärme schenkte. Von der Ebene nach Graz Richtung Slowenien kommt man nach Leibnitz und scheint wie in einer anderen Welt zu sein – Weinberge, Laubwälder in den wunderschönsten Herbstfahren, alte Villen und Schlösser, das Schloss Seggau und der Frauenberg mit dem Tempelmuseum, das auf und neben den Ruinen eines gallo-römischen Tempels errichtet wurde. Ich war begeistert! Während Helena sich an Steinhaufen und Marienkäfern erfreute, schauten wir uns um und opferten Blumen, Früchte, entzündeten Kerze und Räucherstäbchen auf dem ehemaligen Altar. Einige andere Besucher stellten sich als Pärchen hinauf und lächelten uns zu, als sie uns da beten und opfern sahen…

Der Berg an sich hat eine wirklich magische Anziehungskraft und Energie, die spürbar sehr alt ist – schon seit 7000 Jahren ist die nebelfreie Gipfelregion bewohnt und auch keltische Kultstätten sind schon seit 2500 Jahren dort, erst aus Holz, später aus Stein. Von den Römern errichtet gab es einen Altar, der vor einem Stiegenaufgang stand, von dort gelangte man in den Podiumstempel, an dessen Ende eine Kultstatue gestanden haben mag. Man nimmt an, dass der Tempel der Noreia, die bei den Römern dann mit Isis-Noreia bezeichnet wurde, geweiht war. Der nebenstehende Umgangstempel war wohl dem Kriegsgott Mars Latobius geweiht, man fand aber auch Hinweise auf die Pferdegöttin Epona und am Frauenberg fand man in einem Grabbau ein Relief mit der Göttin Venus.

Am spannendsten war neben dem Altar vor allem die Zisterne, die eine ganz besonders kraftvolle Ausstrahlung für uns hatte. Wir sahen regelrecht vor unseren Augen, wie die Menschen damals dort das Wasser holten und es im Tempel opferten und zu anderen Kulthandlungen verwendeten.

Die Aussicht auf Noreias Land um uns war atemberaubend, diese Farben, diese Kraft! Wir gingen noch zu nahegelegenen Schloss Seggau, wo sich ein reichhaltiges Lapidarium befindet. Die Wege, auf denen wir gingen, wurden wohl schon seit langer langer Zeit benutzt…

Es war ein wundervoller Ausflug gewesen und am Abend baute ich gleich meinen Altar um, weil es im Tempelshop ein Isis-Relief (sie stillt gerade ein Kind…) und einen Mondanhänger gegeben hatte.

weitere Informationen:h

http://www.museumsverband.at/www/de/startseiten/metaframeset.php?P_MyCMS_Data=GESCHICHTE.SEITE1.&mid=FRAUENBERG

man beachte das Logo!

http://www.naturparkweinland.at/naturpark/home/index-DE.php

Der Altar vor dem ehemaligen Aufstieg zum Podiumstempel

Auf dem Altar brachten wir Opfer dar und sangen für Noreia…

Blick vom Podiumstempel nach Norden

Die Zisterne

Der Aufgang zur Zisterne.

Blick über Noreias Land nach Süden

Rekonstruktion des Isis-Noreia-Tempels

Venusrelief

wundervolle Herbststimmung…

Das Glitzern des Sulmsees

Wir wandelten auf uralten Pfaden durch Herbstwald…Maroni überall am laubübersäten Boden…

Isis Lactans

Kornmutter – Grain Mother

Kornmutter, ich danke dir

für deine Gaben, die du uns schenkst,

für die Sonne, die das Korn reifen lässt,

für den Regen, der die Pflanzen zum Wachsen bringt.

Kornmutter, ich danke dir,

für das Brot, das wir aus deinen Gaben backen,

denn du schenkst uns die Fülle unserer Nahrung.

Kornmutter, ich bitte dich,

segne diese Speisen, die du mit uns teilst,

segne die Erde und schenke uns reiche Ernte.

Corn Mother, thank you

for your gifts you bring to us,

for the sun that ripens the corn,

for the rain that lets the plants grow.

Corn Mother, thank you

for the bread that we bake from your offerings,

for you give us the abundance of our nourishment.

Corn Mother, I ask you,

bless this food you share with us,

bless the earth and give us rich harvest.

Die Göttin in Deutschland – The Goddess in Germany

Die Göttin in Deutschland

Endlich ist es soweit – der Göttinretreat in Norddeutschland ist geplant! Vom 21.-24. Oktober treffen wir uns, um gemeinsam die Göttin zu feiern, die Gemeinschaft zu weben und wundervolle Workshops und Zeremonien zu erleben! Joanne wird außerdem das von ihr erstellte Jahresrad der Göttinnen vorstellen! Wir freuen uns schon sehr darauf!

The Goddess Retreat in Germany is now planned! We met at October 21. to 24. to celebrate the Goddess, weave the community and experience wunderful workshops and ceremonies. Joanne will also present the German wheel of the year. We are really looking forward to this!

Glastonbury Goddess Conference 2009

Dieses Jahr wurde auf der 13. Goddess Conference die Feuer- und Sonnengöttin gefeiert! Es war wieder einmal eine sehr bewegende Veranstaltung, in der ich viel über mich lernen und wieder sehr viele tief bewegende Momente erleben konnte. Ich hatte auch einen Stand mit den Kleidern meiner Schwester (www.andrae-arts.com) und wir machten auch eine Modenschau mit Conference-Teilnehmern und Priesterinnen als Models!

This year on the 13 th Goddess Conference we celebrated the Fire and Sun Goddess! It was a very moving festival again, I could learn a lot about myself! I also had a stall with the robes of my sister (www.andrae-arts.com) and we made a fashionshow with conference participants and priestesses as models!

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Am ersten Tag mache ich immer einen Spaziergang über das Land, zu den alten Eichen Gog und Magog sowie zum Tor. Dieses Mal war auch mein Freund mit, so dass ich mir noch einmal die Glastonbury Abbey anschaute mit dem herrlichen Küchengebäude.

On the first day I always go for a landscape walk, to the old oaks Gog and Magog, to the Tor. This year, my boyfriend was with me, we visited the Glastonbury Abbey with the brilliant kitchen house.

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Die Town Hall war wie immer mit den Bannern von Lydia Ryle und Thalia Brown geschmückt. Hier fanden Vorträge über Feuergöttinnen, unserem inneren Feuer, Tanz, Musik und die Rituale statt.

The Town Hall was as always decorated with banners made by Lydia Ryle and Thalia Brown. Here took place presentations about Fire Goddesses, our inner fire, dance, music and ceremonies.

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In der neu errichteten Goddess Hall, die wunderschön geschmückt ist, waren wir auch einige Male und es ist so schön anzusehen, was dort geschaffen wurde! Und erst der Tempel!

The newly setted Goddess Hall was decorated beautifully and it is great to watch what was created there! And the temple!

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Am Sonntag gibt es traditionell einen Umzug mit den Bannern durch Glastonbury, durch Chalice Wells und White Spring hinauf zum Tor, wo ein Fruchtfest veranstaltet wird! Auch die von uns allen geschmückte Göttinfigur wird hinaufgetragen und am Weg trifft man Pois spielende Priesterinnen…

On Sunday traditionally there is a procession with the banners through Glastonbury, Chalice Wells and White Spring up to the Tor. On top we had a delicious fruit feast! Also the decorated Goddess is carried with us and on the way one can see Pois swinging Priestesses…

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An meinem letzten Tag ging ich noch auf den Wearyhall Hill mit dem Heiligen Dornbusch, wo man einen fantastischen Blick auf den Tor hat und zur Chalice Well.

On our last day we walked upon the Wearyhall Hill with the Holy Thorn and to Chalice Wells.

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Auch dieses Mal hatte ich das Gefühl, wieder viel länger dort gewesen zu sein als ich eigentlich war, denn so vieles ist dort passiert und es war wieder wunderschön, all die lieben Menschen wiederzutreffen und mit ihnen die Göttin zu feiern!

This time too I had the feeling to have been there much longer than I have actually been, so many things had happenend and it was so great again to meet all these lovely people and to celebrate the Goddess with them!