Julzeit

Mein Altar mit meinem Gemälde von der Percht und meiner Filzgöttin, ich habe ihr schon meine Spindeln gegeben, da ich die Arbeit in den Rauhnächten nun ruhen lasse…

Nachdem der meiste  schöne Schnee leider wieder weg, kann ich immerhin das darunter sprießende Grün wie hier die Vogelmiere genießen…

Aus Fichtenzweigen band ich mir eine Lebensrute – damit können wir uns abstreichen oder sanft abklopfen, um Gesundheit und Glück zu bringen…

Noch ein Schneerest im Eichenwald…

Meine Freunde, die vierstämmige Eiche…

Ein Eichenblatt größer als meine Hand!

Winterstimmung im Wald…

Robinienhain vor dem frostüberzogenen Sattnitzbergmassiv…

Die untergehende Sonne spiegelt sich auf dem Eis…

auf dem Weg kam ich auch an einer vierstämmigen Erle vorbei…

Ein Farn schaut aus seinem Schneebett hervor…

bald schon ging die Sonne hinter dem Berg unter…

die roten Beeren des Schneeballs leuchteten…

Beltane am See

Die Saligen tanzen auf dem Sattnitzbergmassiv…

Durch das Moor geht es zum Schilfgürtel am Rande des Sees…

Mehlprimeln winken vom Wegesrand…

Behütet unter den Bäumen sitzen

mit dem Wind singen

Frühlingserdenduft einatmen

Frauengemeinschaft spüren

die Vollmondin über dem Sitz der Saligen

tanzende Baumwipfel im Silberlicht

Nebel über dem Moor

 

 

Samhain

Dieses Jahr Samhain war ziemlich heftig…an den Tagen vor Neumond spürte ich die dunkle Göttin immer stärker und ich zog mich immer weiter zurück, wollte mich am liebsten in eine dunkle, warme Höhle schlafen legen, die Decke über den Kopf ziehen und alle Tränen loslassen, die noch in mir waren. Das Wetter bei uns war auch sehr passend – grau in grau, trübes Wetter den ganzen Tag, ab und an nieselte es auch, der Nebel hing dicht über dem Tal…

An Neumond gingen wir im Moor spazieren, ich hatte mein schwarzes Kleid dabei und wir machten einige Fotos, die wirklich gut zur Stimmung passten:

dichter Nebel im Herbstwald…

das Tor zur Anderswelt…

der Nebel über dem Moor…

Fotos von JamesVermont www.jamesvermont.at

Sommersonnenwende…

Am Tag der Sonnenwende,

der Zeit des längsten Lichtes

war ich in der Heimat

und unterwegs im Wald.

Vertrauter Geruch der roten Erde,

duftende Kräuter am Wegesrand,

die Bäume rauschen,

die Luft ist kühl.

Eine Lichtung am Bach ist mein Ziel,

einzelne Fichten und Sträucher,

Felsen und Flecken von Moos,

hier lasse ich mich nieder.

Dies ist das Land der Holle,

ihre Blumen überziehen das Land,

der Hollerbusch sendet ihren Gruß,

die Göttin ruht in allem.

Ich sitze bei der Pflanze meiner Heimat,

Bärwurz wird sie hier genannt,

ihr starker Duft gibt Mut und Kraft,

verbindet mich stets mit hier.

Daneben winkt die Glockenblume,

leuchtet wie ein blauer Stern,

die Elfenblume, lieblich und zart,

schenkt Freude, Tanz und Leichtigkeit.

Zum Fingerhute setz ich mich,

er lädt mich ein zum Täumen,

heilen kann er, doch stark ist sein Gift,

heut zeigt er mir zwei Steine.

Kleine Sterne blinken da im Gras,

die Blüten des Frauenmantels,

den Silbertropfen trinke ich,

ein Geschenk der Großen Göttin.

Mit den Pflanzen atme ich,

sie atmen aus, was ich zum Leben brauch,

was ich ihnen geb, nehmen sie wieder auf,

alles ist ein ewiger Kreis.

Nun bedanke ich mich und gehe,

so schön war es, hier zu sein,

mein Herz ist erfüllt von Heimatgefühl,

Kräuterkraft und Waldgesang.