Mein Wildfrauengeburtstag auf der Alm

Dankbar blicke ich auf meinen Geburtstag zurück. An meinem eigentlichen Ehrentag lud mich eine Freundin zum Frühstück ein, eine andere zum Mittagessen und ich fühlte mich gut genährt mit leckerem Essen und guten Gesprächen. Ein Italientief ließ es in Strömen schütten in dieser Woche und ich wurde fast jeden Tag gut nass, aber die Regenkleidung hielt und ich knackte die 2000km Marke seit 1. Juni, was für mich auch ein Grund zum Feiern war!IMG_20191113_185124_957

Am Wochenende wollte ich auf der Alm feiern sowohl mit Alleinsein an einem meiner Lieblingsorte als auch Feiern mit Freundinnen. Ermöglicht wurde es von meinen Eltern als ihr Geschenk an mich, lieben Dank dafür! So konnte ich Freitagfrüh mit dem Rad zum Bus, mit dem Bus in ein Dorf, von wo mich die Vermieterin der Hütte mit rauf nehmen konnte. Öffis gibt es da leider nicht rauf, von unten geht man bestimmt 2,5 Stunden hinauf. Beim Aussteigen oben auf 1.200m N.N. fällt einem sofort die frische Luft und die herrliche Stille auf. Die Hütte kenne ich nun schon so gut, sie ruft Erinnerungen wach und ganz viel Vorfreude, sobald ich sie betrete und auspacke.


Nach einem leckeren Mittagessen ging es natürlich in den Wald, all meine Lieblingsplätze besuchen. Es lag noch ein wenig Schnee und es regnete immer wieder, aber es war einfach nur schön! All die wunderschönen Details am Wegesrand, Schneekristalle, Tropfen auf herbstlichen Blättern, Moos und Flechten… Das tut immer wieder so gut, sich das alles genau anzuschauen, mit allen Sinnen wahrzunehmen.


Mir war schön warm vom Gehen und oben am Hügel im Wald zog ich mich aus, stellte mich mit bloßen Füßen in den Schnee und tanzte ein wenig herum, bis mir kalt wurde (eigentlich nur an den Füßen, der Rest war warm). Irgendwie lustig und wohltuend.
Entdeckte so viel Schönheit um mich herum und lauschte den Rufen der Kolkraben über mir. Alles war zwar nass, aber mir war warm und ich rollte mich mal auf dem Moos aus, döste ein wenig zum Rauschen des Windes in den Bäumen oder umarmte meine hiesige Lieblingsfichte.


Den Nachmittag verbrachte ich draußen. Zurück an der Hütte machte ich Feuer, aß etwas, las, schrieb Tagebuch oder schaute einfach nur aus dem Fenster zum Spiel der Wolken und des Nebels, der vom Tal mal heraufzog und alles verschluckte. Wundervolle Dunkelheit und Ruhe senkte sich das Land und ich genoss es einfach. Später ging ich noch auf meinen Platz vor der Hütte tanzen, hätte die ganze Welt umarmen mögen so glücklich war ich!


Am nächsten Morgen hatte ich wunderbar ausgeschlafen, trank Kaffee am Balkon, lauschte den Rufen des Schwarzspechtes, machte Yoga und meditierte. Zum Mittagessen kam schon die erste liebe Freundin und wir plauderten draußen, bis die anderen Frauen kamen. Im großen Kursraum aßen wir die mitgebrachten Muffins (da bin ich so dankbar, dass meine Freundinnen mich da immer wieder mit leckerem Essen versorgen), tranken Tee, zogen Karten und als wir fürs erste vollzählig waren, zogen wir los in die Natur.


Es tropfte von den Bäumen und gemeinsam umarmten wir meine Lieblingseiche, ehe es in den dunkleren Wald ging. Wir setzten uns zu moosbewachsenen Baumwurzeln, genossen das Schweigen und beobachteten Raben beim Spielen im Wind und in den Bäumen, wie sie schwingenrauschend durch die Lüfte jagten, kehlige Laute ausstoßend, die manchmal wie Lachen klangen.


Jede für sich verbrachte ein wenig Zeit für sich im Wald, auf Moos und Gras liegend, an Baumstämmen lehnend, ehe wir gemeinsam ein Mandala aus Naturmaterial legten, darum saßen und Lieder sangen.

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In der Dämmerung folgten wir kleinen Rehpfaden durch den Wald, ehe wir am großen Weg wieder zur Hütte zurückkehrten. Eine Freundin brachte noch warmen Eintopf mit und wir aßen im Schein der Kerzen und zum Knistern des Feuers im Ofen. Nach einem kleinen Ritual tanzten wir. Irgendwie wurde ich recht schnell müde, momentan gehe ich an sich schon oft um 21 Uhr schlafen. In der Hütte heizten wir noch ein, damit wir es warm haben würden für die Nacht, ehe wir uns zur Ruhe begaben.


Sonntags dann kochte eine meiner lieben Freundinnen Hadnsterz, den ich mir gewünscht hatte und es gab Kaffee und die Reste vom Tiramisu. Wie köstlich! Wir packten zusammen und ich konnte mit einer der Frauen mitfahren. Mein Fahrrad stand zum Glück auch noch an der Bushaltestelle. Zuhause erwarteten mich noch zwei Pakete mit Geschenken, welch Freude!

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SO dankbar fühle ich mich über dieses Wochenende und all die lieben Menschen, die mir das ermöglicht haben. Von Herzen DANKE an euch!!!

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