Umzug nach – moving to Ebenthal

Endlich war es soweit – wir zogen aus der Stadt in Richtung Land, hin zum Sattnitzbergmassiv. Endlich konnte man nachts das Fenster offen lassen und den Himmel sehen – Sonnenauf- und untergänge, die Mondin, die Sterne, Regenbogen. Es war herrlich ruhig, in der Nacht hörte man Käuzchen aus dem nahen Wald rufen!

Finally we moved out of the city to the countryside. Now we could open the windows over night and see the sky – sun rise and set, the moon and stars, rainbows. It is magnificant silent, at night one can hear little owls calling from the nearby forest!

Beltane – Litha

Zu Beltane feierten wir ein wundervolles Ritual auf einer versteckten Wiese, umgeben von Haselhainen und Kiefernwäldern, in der Nähe eine Quelle. Wir waren fünf Frauen und ein Mann, riefen die Göttin und den Gott, rasselten, tanzten mit Haselruten. Wir legten uns auf die Erde, streichelten das Gras, atmeten im Gleichklang mit der Großen Mutter, sahen uns an im Kerzen- und Feuerschein und lachten.

At Beltane we had a wonderful ceremony on a hidden meadow, surrounded by hazel groves and pine forests, nearby a spring. We were five women and one man, calling in the Goddess and God, rattling, dancing with hazel rods. We laid down on the earth, caressing the grass, breathing in tone with the Great Mother, faced each other through candle and fire light and laughed.

Die Woche vor Litha – Sonnwend war heiß und drückend, wir hielten uns am liebsten im kühlen Nass der umliegenden Seen auf. Doch am Festtag selbst war es kalt und regnerisch, so dass wir lieber im Haus feierten. Unser „Feuer“ bestand aus zahlreichen Kerzen und einem gelben Tuch. Wir feierten zu Ehren der Sonne und der Feuergöttin, waren in rot, orange und rot gekleidet. Das Ritual ergab sich fast von selbst, jede von uns konnte etwas beitragen – Worte, Lieder, eine Meditation, Tänze. Wir tanzten ekstatisch und feurig mit Tüchern, Schleiern und Bauchtanzgürteln. Zuletzt segneten wir die Speisen und machten es uns am „Feuer“ gemütlich. Einfach ein wundervolles Fest, das viel Kraft für den Alltag gegeben hat!

The week before the solstice was hot and sweltering; we preferred the cool water of our nearby lakes. On the feast day itself it was cold and rainy, so we stayed inside. Our “fire” was lots of candles and a yellow cloth. We celebrated the sun and the Fire Goddess, were dressed in yellow, orange and red. The ceremony was not really led, each of us added something – words, songs, a meditation, dances. We danced ecstatically and fiery with cloths, veils and belly dance belts. At last we blessed the food and sat down comfortably around our “fire”. Just a wonderful feast that gave us strength for everyday life.

Thüringen – Thuringia

Wie lange war ich schon nicht mehr in meiner Heimat gewesen! So sehr hatte ich mich nach rauschenden Wäldern und dem Duft der Bärwurzwiesen gesehnt!

Ich legte mich auf die Erde, spürte ihren vertrauten Herzschlag und atmete tief ihren wundervollen Geruch ein. Hüpfte über bunte Blumenwiesen wie damals als Kind. Trank aus kühlen Quellen und aus Frauenmantelblättern den glitzernden Tropfen, den magischen Trunk. Wir wanderten auf den Schneekopf und um uns herum – nichts als der Thüringer Wald!

For so long I haven’t been in my home country! I had been longing for whooshing forests and the scent of spignel meadows!

I laid upon the earth, feeling her familiar heartbeat and took a deep breath of her wonderful smell. Jumping over colourful flower fields like in my childhood. Drinking from chill springs and from lady’s mantle leaves the shimmering drop, the magic drink. We walked to the “Snow Peak” and all around us – the Thuringian Forest!