Wintersonnwend

Wandern wir
durch die dunkelste Nacht
doch ist es nicht ganz finster
spüren die Stille des Landes
es schläft in Winterruhe

Nebel umhüllt uns
dicht und grau
doch weiter vorne lichtet er sich
die Sterne des Winters blinken hervor
vom klaren Himmel
verschwinden wieder in Nebelschwaden

Legen uns unter den Weidenbaum
auf die kalte Erde
doch getragen vom gefallenen Laub
singen unser Lied
klopfen uns sacht mit der Rute ab
geben uns den Segen der Sonnwend

Ziehen uns ins Haus zurück
löschen alle Lichter
dunkel und still ist es nun
begeben uns auf die Reise
in die Unterwelt
zur Göttin der Rauhnacht
Percht und Holle

Jede für sich
und doch nicht allein
geborgen in der warmen Stube
schwebend in der Finsternis
umgeben von unseren Schwestern
atmen wir
wir sind getragen, behütet und beschützt

Lange Zeit sitzen wir so im Kreis
bis eine anfängt ein Lied zu flüstern

„Im Dunkel unsrer Nacht
entzünde das Feuer
das niemals verlöscht
das niemals verlöscht“

Tastende Hände berühren sich
auf der Suche nach Streichhölzern
wir lachen

Das erste Streichholz glimmt nur bläulich auf
wir lachen
das zweite Streichholz ebenfalls
wir lachen
das dritte Streichholz lodert auf
wir sind geblendet
das Licht ist zurückgekehrt
wir lachen

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Lied „Im Dunkel unsrer Nacht“ aus Taize
http://www.geocities.ws/markuskantz/imdunkel.html

Vollmondnacht

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Eine Andere Welt

silberstrahlend

hoch am Himmel

die Mondin

Umringt von Sternenschwestern

erleuchtet sie die Nacht

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Auf jedem Ast

jedem Grashalm

jedem Blatt

Eiskristalle

wie Diamanten glitzernd

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Unbeschreibliche Schönheit

erhabene Nacht

Sterne

durch Bäume leuchtend

unter uns das Nebelmeer

Stille

Worldwide Womb Blessing

Ein paar Mal im Jahr zu Vollmond gibt es ein Weltweites Wombblessing („Schoßraumsegnung“) mit Miranda Gray, Autorin des bekannten Buches „Roter Mond“.  Jede kann sich kostenlos registrieren auf www.wombblessing.com und die Meditationstexte herunterladen (auch auf deutsch). Es gibt vier Zeiten, an denen Miranda und andere „Moon Mothers“ die Energie aussenden. Insgesamt hatten sich zu den letzten Blessings über 50.000 Frauen weltweit angemeldet!

Gestern war wieder eines. Nach der üblichen Meditation mit dem Baum des Schoßes, wo frau sich vorstellt, dass das Licht der Mondin durch ihren Körper in ihre Gebärmutter fließt und diese segnet und heilen kann, gab es diesmal eine anschließende Übung zur Heilung der Mutterlinie.

Die volle Mondin ging gestern kurz vor der Segnungszeit um 19 Uhr über dem Wald auf…

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Bei der Meditation sitze ich immer vor dem Altar, den ich vorher schmücke. Bei der Segnung wurde mir wie immer sehr warm und mein ganzer Körper begann zu prickeln, vor Kraft zu glühen und ich fühlte mich sehr wohl. Am Schluss der Segnung teilen wir diese Kraft mit unseren Schwestern und geben sie auch an unser Land weiter.

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Beim Teil mit der Mutterlinie spürte ich meine Vormütter sehr stark um mich und ich hatte plötzlich sehr großes Verlangen nach Vanillepudding, zum Glück hatte ich noch die Zutaten im Haus und kochte.

Anschließend dekorierte ich meinen Altar um, stellte Bilder meiner Mutterlinie auf und sammelte im vollmondinbeschienenen Garten die Kräuter, die ich am stärksten mit meinen Ahninnen in Verbindung bringe – Beifuß, Himbeerblätter, Hagebutten, Schafgarbe und Bärwurz. Daraus band ich einerseits einen kleinen Strauß, der mit auf den Altar kam und andererseits machte ich mir daraus einen Tee, der echt stark war und mich noch näher zu ihnen brachte.

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