Von Schwanenfrauen und Wellenkraft

Im Morgenlicht meinen Körper spüren, wie er sich bewegt, atmet. Durch den Wald gleiten unter Sonnenstrahlen, Kräuter und Blumen am Wegesrand. Steil bergauf. Die Gedanken kommen zur Ruhe, welch Frieden! Langsamer werden, je länger sich der Berg hinzieht. Jeden Grashalm neben mir winken sehen, nur noch meinen tiefen Atem hören. Meine Muskeln sind wach und voller lebendiger Kraft.
Der höchste Punkt des Weges erreicht, es kommt mir so schnell vor. In meinem Kopf war es zuvor eine weite Strecke gewesen und nun schon sause ich in rasender Geschwindigkeit die gewundene Straße hinab, jauchzend und jubelnd. Wind im wehenden Haar, lachend.

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Im Tal ausrollend, die neue Weite vor mir, der blauglitzernde Fluss unter der Brücke. In weiche Wellen schauend. Majestätische Felsen über mir, Gämsen zwischen den Buchen wissend. Staune. Die Farbe des Wassers ein türkis, aquamarin, hellblau, pastell, dunkles blau hier und da. Stille Ufer laden zum Verweilen ein. Einem Schwarzspecht lauschend. Träumerisch gleiten Schwäne auf dem Fluss.

 


Von einer klaren kalten Quelle am Wegesrand durstig trinkend. Bunte Blumenwiesen unter noch schneebedeckten Bergen. Die Schönheit ringsum ist atemberaubend. Der Weg zum Gebirgsbach erscheint mir kurz. Schon sitze ich am rauschenden Blau und kühle meine Füße. Stöbere im Schwemmholz, finde schön geformte Wurzeln und Zweige zwischen bunten Kieselsteinen.

 


Mit einer Herzensfrau treffe ich mich am Weg, gemeinsam gehen wir durch den warmen Frühlingswald, duftende Kiefern und wir darunter. Durchqueren das Wasser, um auf eine große Insel zwischen den zwei Hauptflüssen zu gelangen, unsere Füße noch kaum ans Barfußgehen gewohnt.

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Finden einen wunderbaren Platz am Fluss, lassen unsere Sachen fallen und stehen am Ufer. Atmen tief und weit, immer schneller, so viel Luft wie möglich in unsere Lungen aufnehmend. Und ab in die eiskalten Fluten. Die Füße, die Beine, ich kniee mich hin, tauche auch mit dem Oberkörper ein. Es ist kalt. Aber sehr fein, weiteratmen, entspannen ins Kalte hinein, einfach nur wahrnehmen. Das Wasser begrüßen, fühlen, durch die Finger gleiten lassen. Der Fluss ist stark, die Wellen schlagen hoch um mich.
Die Sonne trocknet und wärmt uns, während wir den Platz erkunden, einen Kreis legen aus angespülten Lianen, Hölzern, Steinen und mitgebrachten Gegenständen. Ich finde ein Holz, das wie eine Schale geformt ist und das wir zum Räuchern verwenden. Machen eine kleine Zeremonie. Ich wälze mich im Sand, spüre meine Mitte pulsieren, wie schön!
Die Botschaft ist klar: Vertraue deiner Mitte! Sie schafft die Verbindung mit allem, was ist!

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Bauen uns einen kleinen Unterstand aus Ästen und unserer Kleidung, sitzen in deren Schatten und erzählen uns Geschichten. Ich koche mir Reis und esse ihn pur mit Kräutersalz. Später ziehen wir uns in tieferen Schatten von Weiden zurück und sind einfach nur da. Gehen wieder ins Wasser. Mit jedem Mal wird es leichter. Ich liebe es, mit den Händen Wasser zu schöpfen und es vor mir in die Luft fliegen zu lassen. Wie die Tropfen im Sonnenlicht glitzern! Alles ist so traumhaft schön hier!

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Irgendwann kommt Aufbruchstimmung auf und wir packen zusammen, überqueren wieder den Fluss, gehen durch den Wald zurück, verabschieden uns.
Am breiten Fluss entlang fahre ich alleine zurück, Frieden und Freude in mir. Die Farbe des Wassers bewundernd, wieder aus der Quelle trinkend. Schwäne beobachtend. Möchte mich manchmal gerne in einen Schwan verwandeln… hier am Fluss treiben und übers Land fliegen. Zu einer Schwanenfrau werden…

 

Schaue auf der Brücke wieder in die Wellen und denke mir, dass ich gerade gut den Wellen meines Lebens folge. Mal bin ich ganz oben an der Oberfläche, sehe in die Weite, mache Pläne, dann tauche ich wieder ein in meine Tiefen und bevor ich mich darin verliere, tauche ich wieder auf… Brauche beides… oben und unten… und die Übergänge zwischen beidem.

 

Wieder geht es bergauf, diesmal in der Sonne und steiler. Tief atmen, meine Muskeln spüren, die leuchtenden Blumen am Wegesrand genießen trotz der Anstrengung. Die Schönheit im mich wahrnehmend. Und den Wind bei der Abfahrt genießend, den kühlen Wald. Zurückkommen nach Hause, ausruhen bis das nächste Abenteuer ruft! Derweil die mitgebrachten Ideen in FilzGöttinnen verwandeln! Dieses Mal: Eine Schwanenfrau:

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Du möchtest auch in deine kreative Kraft eintauchen? Dann komm zu unserem Salon der Musen – am 8.6. mit einem Workshop über die Heilkraft der Kreativität!

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Mehr dazu hier und Anmeldung/Tickets gibt es hier!

PS: Memo an mich: nächstes Mal mit Sonnencreme und mehr im Schatten – der Sonnenbrand hatte epische Ausmaße…

PPS: fürs kalte Wasser: Atmung angelehnt an die Wim-Hof-Methode – mehr dazu hier! Der Iceman geht wie der Name schon sagt im Eis baden, da schaffen wir es auch in den Gebirgsbach im Mai!

Ein Kommentar zu „Von Schwanenfrauen und Wellenkraft

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