WildfrauenFREItag – geduldig sein…

Juhu, es ist wieder Freitag und ich nehme mir frei 😉 irgendwie schaffe ich viel mehr, wenn ich mir bewusst Auszeiten nehme… bevor ich los bin, war schon die erste Waschmaschine fertig, die Küche aufgeräumt und Mails geschrieben! Dann aber nix wie los und raus in den Nebel!

Hatte nicht wirklich etwas dabei, keine Brieftasche, kein Regengewand… hmm, blöd nur, dass es auf nicht mal halber Strecke anfing zu regnen… nicht stark, aber so ein stärkerer Niesel… Sollte ich umkehren, mich unterstellen? Ach nein, einfach weiter, ich vertraute einfach mal darauf, dass es aufhören würde!

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Die Bewegung tut mir gut – v.a. in der prämenstruellen Phase (heute Zyklustag 24) bin ich gerne unterwegs. Die Woche bin ich zwar schon fast 80km geradelt, aber wenn ich mal in Fahrt bin… es hörte immer mal zu regnen auf, dann fing es wieder an… irgendwann blieb es aber trocken und meine Kleidung war es auch wieder.

 

Im Nebel leuchteten die bunten Buchenblätter zwischen den Kiefern hervor. Immer wenn ich Sehnsucht nach Schweden habe, fahre ich hierher, einfach weil es ziemlich ähnlich aussieht und sich auch so anfühlt. Der Unterschied besteht darin, dass an so einem See in Schweden vielleicht ein kleiner Windschutz stehen würde, an dem man ganz legal übernachten und Feuer machen könnte, auch in einem Naturschutzgebiet… seufz… bei uns derweil undenkbar? Und in Schweden würde man dann den ganzen Tag an vielen solcher Seen vorbeikommen… die müssen tausende davon haben da oben…

 

Nun gut, aber immerhin kann man den See ja besuchen und ein gemütliches Picknick machen, Tagebuch schreiben, aufs Wasser schauen… Das tolle an meinem derzeitigen Job ist, dass ich zwar mehrere ganze Tage arbeite, dafür aber auch ganze Tage unter der Woche frei habe und tollerweise solche wundervollen Plätze dann wenig frequentiert sind 😉

Wirklich warm ist es nicht, gemütlich dasitzen wird auf Dauer recht kühl, die Nebel wabern immer noch… bin irgendwie unruhig und ungeduldig, laufe auf und ab, mal hierhin mal dorthin…

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Aber irgendwann tauchen Lücken auf zwischen den Nebelschwaden und Wolken, langsam lässt sich das Blau des Himmels erahnen… die Sonne wird sichtbar in der Spiegelung des Wassers. Das Warten hat sich gelohnt, die Geduldsprobe zieht sich zwar hin, aber letztendlich kann ich mich wunderbar im Sonnenlicht wärmen! Was für eine Wohltat!

 

Auch die Natur reagiert spürbar, Insekten kommen heraus, Libellen huschen am Ufer entlang, Bienen summen, immer mehr Vögel singen… Meine Laune steigt noch weiter und strahlend wie die Sonne sitze ich am Ufer 😉

 

Wie anders die Farben wirken! Auch vorher schon leuchteten die bunten Blätter, doch nun sind es Farbexplosionen fürs Auge! Fast muss ich blinzeln… lausche dem leisen Wind, der die Blätter fallen und rascheln lässt… Einfach WOW!

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Staunend gehe ich durch den wundervollen Herbstwald zurück zu meinem Fahrrad, das ich an einen Baum gesperrt habe. Jetzt kommen mir schon Spaziergänger und Hunde aller Art entgegen, beste Zeit nach Hause zu fahren!

 

Kennst du das, wenn der Weg sich plötzlich ganz klar vor dir zeigt? So einen Moment durfte ich heute erleben:

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Schön wars wieder, danke an die tollen Plätze!

 

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