Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Es ist wieder mal der 5. des Monats, also wieder Zeit mal zu schauen, was ich so heute den ganzen lieben langen Tag gemacht habe 😉

Konnte glücklicherweise bis nach 7 schlafen, da der Gatte die Kids weggebracht und ihnen unterwegs Jause gekauft hat (wie so oft ist am Montag einfach nix mehr essbares im Haus…). Frühstücken vor meinem Altar, Fertigmachen für die Arbeit, Zusammenpacken, das Radl ins Auto (heute fahre ich ausnahmsweise mal mit dem Auto bis zum Stadtrand, dann mit dem Rad weiter, weil noch so viel zu erledigen ist…) und erste Station heute der Markt, wo es Matschgewand für die Kids im Angebot gibt und es natürlich so halb 9 schon alles ausgeklaubt ist, aber ich bekomm noch was Passendes… Danach mit dem Rad in die Stadt, zum Glück hat es zum Regnen aufgehört.

Hatte ja so Lust auf Postkarten schreiben, dass ich mal herum gefragt hatte, ob jemand welche bekommen und selber an mich welche schreiben möchten, es hatten sich auch 7 gemeldet und so suchte ich nun in der Stadt nach passenden Karten, gar nicht so leicht, schöne zu finden… Nebenbei besorgte ich noch ein paar Sachen für die Schultüte meiner Tochter. Noch eine Zwischenmahlzeit gegessen, Handy gecheckt und to-do-liste abgehakt, ehe es um 10 ans Arbeiten ging – Sachen schlichten und sortieren, Waren aufnehmen, Kaffees für liebe Omis richten, das Baby einer lieben karenzierten Kollegin bewundern und Kunden beraten… das ging dann heute bis 14 Uhr, danach schnell etwas essen und zum Auto radeln, noch was einkaufen in einem Einkaufszentrum für die Kids und mit dem Auto zum Supermarkt nach etwas Essbarem jagen… wenn mir doch nur ein Kochplan einfallen würde, naja, so hab ich halt planlos einfach was gekauft, was es im Angebot gab…

Nach Hause fahren, Kisten und Taschen hinaufschleppen, das Radl in den Garten stellen, Post holen, mich über die Ankunft des She Who Knows Magazine freuen, oben die Sachen verstauen und erstmal verschnaufen… Es war zwar schon kurz vor 4 und eigentlich wollte ich die Kinder gleich holen, aber ich brauchte eine Pause – am besten im Wald! Fuhr also noch kurz in meinen Lieblingswald um die Ecke – zog die Schuhe aus und genoss….

…die weiche feuchte kühle Erde unter meinen nackten Füßen, das leise Rauschen des Waldes im Wind, die Rufe der Bussarde, das Knuspern der Eichhörnchen in den Bäumen, der Duft von Moos und nassem Holz, Kiefernnadeln und Herbst, das goldene Licht im Spätsommergrün… ganz langsam und bewusst schritt ich auf kleinen verwinkelten Pfaden, nahm alles in mich auf, was ich sah, hörte, roch und spürte. Setze mich für eine Weile an einen Baum neben ein großes Moospolster…

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Irgendwann, es kam mir recht lange vor, da es eine intensive bewusste Zeit gewesen war, holte ich die Kinder, die Große war recht hungrig und wie ich etwas grantig in solchen Fällen, also schnell etwas zu essen richten, ich selbst hatte auch Hunger und wir aßen. Die Kids stritten sich erst eine Zeit, ehe sie miteinander ins Spielen kamen, sie schauten noch kurz Film, während ich anfing, die Postkarten zu schreiben…

Heute schaute ich, dass sie recht früh ins Bett kamen, damit noch genug Zeit zum Reden war. So untertags kommt man ja manchmal gar nicht mit ihnen ins Gespräch und so mag ich es gerne am Abend, wenn alles fertig ist, sie umgezogen und Zähne geputzt haben, die Gutenachtgeschichten gelesen sind, liegen wir zusammen im Bett und sie erzählen mir von ihrem Tag. Man merkt nun echt, dass es Herbst wird, es wird dunkel, wenn ich aus ihrem Zimmer komme…

Nun ist es nach halb 9, sie schlafen, ich schreibe diesen Artikel und werde noch an meinem spannenden Roman weiterlesen!

Und ihr, was habt ihr heute gemacht?

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ sammelt wie immer Frau Brüllen

 

 

Mondzeit zur Sommersonnenwende

Wie ja schon im vorangegangen Blogpost berichtet, hatte ich mich ja schon am Wochenende auf meine Mondzeit vorbereitet. Kurz vor Vollmond begann ich bluten – und diesmal hatte ich das erste Mal in diesem Jahr frei!!! Ich hab in meinen Mondchroniken nachgelesen, jedes Mal musste ich mindestens einen Tag, meistens aber genau an den ersten beiden Zyklustagen ganztags arbeiten, einmal war ich mit zwei kranken Kindern zu Hause… Was für eine Freude also dieses Mal!

Das erste, was ich tat, als ich Montag morgens die Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, war – schlafen… Jawohl, ich legte mich einfach in mein Rotes Zelt und schlief noch über eine Stunde… wie schön 😉

Dann kochte ich mir einen Kräutertee mit ganz viel Brennnessel, das tut mir immer sehr gut! Und dazu gab es selbstgepflückte Erdbeeren und Schokolade…. hm! Zum Mondchronik schreiben hatte ich auch richtig Lust, ich schaute mal nach, was in diesem Zyklus alles so gewesen war und meistens komme ich im Vergleich zu den Vormonaten immer wieder auf spannende Zusammenhänge drauf, was mir wann in welcher Phase leichter oder schwerer fällt, was mir besonders hilft oder gut tut.

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Gerade jetzt war ja auch der wundervolle Wilde Tribe – ein Online-Event mit vielen namhaften Sprecherinnen, u.a. DeAnna Lam, Susun Weed und Vicky Noble. Und auch heute hörte ich mir wieder was an, ein Tag war eh dem „Reclaiming our blood rites“ gewidmet, wie passend 😉

Ich wusch auch heute zum ersten Mal meine Stoffbinden im warmen Wasser in einer Glassschüssel im Garten aus und goss damit meine Pflanzen! Bisher hatte ich sie immer in einem Eimer gesammelt und dann das Wasser auch in den Garten gebracht, aber in der Glassschüssel wirkte das ganze viel magischer! Ich finde es gut, dass wir unser Mondblut der Erde zurückgeben, schließlich ist so viel  gewalttätiges Blut schon in die Erde gesickert und wir geben unser Blut der Heilung! (Ich weiß, einige von Euch haben starke Schmerzen während der Menstruation, da ist es auch nicht so friedlich, wie es sich hier anhört, das tut mir leid und ich hoffe, ihr findet einen Weg!)

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An sich war ich gestern eher im Tun und nicht so sehr im Sein, wie ich es manchmal von der Stimmung her schon war während der Mondzeit, aber hej, es ist Sommerbeginn 😉

Spannend finde ich ja auch, dass ich auch zum Vollmond geblutet hab, der kurz nach der Wintersonnenwende in den Rauhnächten war! Ich dachte viel daran zurück, jetzt steht die Vollmondin da, wo im Winter die Sonne war und die Sonne steht so hoch am Himmel wie vor einem halben Jahr die Vollmondin, deren helles Licht die rauhreifüberzogene Au in eine Glitzerwelt verwandelte… Jetzt sammele ich die Kräuter, die ich zur Wintersonnenwende als Tee trinke… Das Rad des Jahres dreht sich…

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Am Abend zündete ich in meinem Zimmer wieder einige rote Lichter an, das ist immer so eine schöne Stimmung dann… ich lege mich einfach nur in mein Rotes Zelt und träume vor mich hin…. fühl mich verbunden mit dem Großen Ganzen, der Göttin, allen Frauen, verwoben im Geflecht allen Lebens, angebunden an das Große Wissen, das in uns schlummert und nur darauf wartet, wieder entdeckt und gelebt zu werden…

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Heute, am zweiten Zyklustag, war ich frühs auch noch recht müde und nach dem Kids wegbringen war es noch neblig wie bei uns so oft im Winter… aber nach einer Naschrunde im Garten bei Himbeeren, Zitronenmelisse und Schafgarbe wurde ich schon etwas munterer und später am Vormittag kam die Sonne heraus… mich zog es hinaus aus dem Roten Zelt in die Natur… natürlich rot angezogen 😉 und barfuß und ich war so richtig schön in langsamer Stimmung (ich bin ja doch sonst eher sehr schnell unterwegs…)… das war so entspannend und wunderschön durch die Au zu spazieren, dem rauschenden Fluss und den singenden Vögeln zu lauschen… Dort wo die zwei Flüsse zusammenfließen machte ich ein kleines Ritual mit einer Schale, meinem Mondblut, Rosenblüten und Wasser… es war sehr berührend! Und ich sang die ganze Zeit vor mich hin… „my moonblood is flowing, flowing and growing, my moonblood is flowing back to the sea….“

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An sich war ich heute auch wieder viel im Tun… Wäsche waschen, vorkochen für die Arbeit, filzen im Wald… aber es war ok und ich tat alles in dem Bewusstsein, dass Mondzeit ist 😉

Am Nachmittag war ich dann wieder Erdbeerland mit den Kids, es ist halt einfach zu lecker… Abends am liebsten mit Weißwein und Schokolade, probiert mal diese Kombination, ich find sie göttlich 😉

Jetzt am Abend noch Badewanne, bevor es nun drei Tage lang wieder zur Arbeit geht… aber ich war sooo froh, diese zwei Tage für mich haben zu können!

Und was macht ihr so in eurer Mondzeit?