Besuche im Roten Zelt

Es ist schön zu sehen, dass es nun in immer mehr Orten Rote Zelte gibt, das Netzwerk wächst ständig und so rücken sie auch immer weiter zusammen, so dass es leichter wird sich gegenseitig zu besuchen. Auch als Leiterin eines Roten Zeltes ist es eine Wohltat, mal woanders hin gehen zu können, ohne selbst alles aufzubauen und vorzubereiten, sondern einfach nur die Stimmung und die Atmosphäre zu genießen!

Diesmal war ich in der Steiermark bei Katrin Sander (https://katrinsander.wordpress.com/) im Roten Zelt und es war wundervoll, sie und andere Frauen kennenzulernen, sich zu vernetzen, auszutauschen, Geschichten zu erzählen, zusammen zu essen und zu plaudern und neue Ideen zu sammeln, mich inspirieren zu lassen.

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Meine Roten Zelte sind ja meist nur wenige Stunden am Abend, bei ihr hingegen geht es nahezu den ganzen Tag und es war spannend, wie außerhalb von Zeit und Raum das Rote Zelt eigentlich ist! Wir verbrachten die meiste Zeit darin und wir waren herrlich abgeschottet vom Rest der Welt, drinnen verging die gefühlte Zeit ganz anders als dann tatsächlich vergangen war. Wenn wir hungrig wurden, aßen wir halt… Wenn ich mir vorstelle, mit anderen Frauen gleichzeitig zu bluten und dann gleich die ganze Mondzeit zusammen im Roten Zelt zu verbringen, was das dann erst für ein Effekt sein muss! Ich würde es sehr gerne herausfinden und erleben dürfen!!! Ganz für uns zu sein, außerhalb der „normalen Welt“, einfach nur für uns, ganz bei uns sein, Ruhe haben, träumen dürfen, eingehüllt sein vom roten Licht des Zeltes und gewärmt von Kissen und Decken…

Gerade jetzt habe ich meine Mondzeit, ich sitze allein für mich in meinem Zimmer, das ich mit roten Tüchern und roten Kerzen ebenfalls in ein Rotes Zelt verwandle. Am Abend, wenn die Kinder schlafen, nehme ich mir die Zeit einfach nur hier zu sein. Katrin hat mir Henna geschenkt, damit bemale ich meine Füße und ich weiß, dass in ihrem Roten Zelt ein rotes Teelicht von mir brennt. Sie hat uns auch Körperbutter geschenkt und ich verwöhne damit meine Hände und Beine, es duftet gut! Dann hab ich das Gefühl, nicht mehr so allein in meinem Roten Zelt zu sein, sondern verbunden zu sein mit den anderen Frauen, sowohl aus meinem Netzwerk (von meinen Roten Zelt Abenden hab ich noch ein rotes Band ums Handgelenk), als auch von neu kennengelernten und all jenen, die auch gerade bluten. Meinen Freundinnen schreibe ich auch meist eine SMS mit Grüßen aus dem Roten Zelt, oft sind wir genau am anderen Pol im Zyklus und manchmal auch nur ein paar Tage verschoben.

Ich bin so dankbar, dass es das nun wieder gibt und es immer mehr werden! Danke Katrin und den anderen Frauen für diesen schönen Tag!

Alles Liebe

Elaria

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