Schwingungsfeld

Es hatte über Nacht deutlich abgekühlt, der Himmel war zur Abwechslung wolkenverhangen, ein angenehmer Wind wehte durch meine Haare. Die Gegend um den Lamprechtskogel ist etwas ganz Besonderes. So viele verborgene Winkel, Ruinen, Bäche, Wege, alte Steine und Bäume.

Dieses Jahr nahm ich die Veranstaltung selbst nur am Rande wahr. Ich schaute kurz mal vorbei,  begrüßte Bekannte, sah mir den Garten der Sinne von Sandra an und ging mit Mann und Tochter in das Medizinrad.

Irgendwie zog es mich jedoch durch den Wald hinauf zu den Feldern, wo der Wind kräftig wehte und ich mit einer Freundin spazieren ging. Wir genossen die Stimmung und die Landschaft, legten uns auf die Erde, strichen mit den Händen über reife Getreideähren. Lange Zeit lagen wir im Kornfeld, über uns die tanzenden Halme, in Sichtweite der Lamprechtskogel. Der Wind sang für uns und wir lachten.

Mir kam die ehrenvolle Aufgabe zu, das Räucherportal zu betreuen.  Eine große Räucherschale stand bereit und als die Gruppen kamen, um mit ihren Trommeln auf den Berg zu wandern, konnten sie sich im heiligen Rauch von heimischen Beifuß reinigen. Wir bewachten weiterhin das Portal, hörten Trommelrhythmen vom Berg hallen, der Regen setzte ein und ich war vollkommen entspannt und geerdet.

It was colder than the days before, the sky was full of clouds, a chill wind blowing through my hair. The area around the Lamprechtskogel is a special one. So many hidden places, ruins, streams, paths, old stones and trees.

This year I only joined the event marginally. I just came by, greeting friends, took a look at the „garden of senses“ made by Sandra and walked the medicine wheel with husband and daughter.

But somehow I felt more like walking to the fields, where the wind was blowing stronger and I took a walk with my friend. We enjoyed the atmosphere and the landscape, lay down on the earth, caressed the ripe grain. For a long time we lay in the cornfield, obove us the dancing halms, the Lamprechtskogel in visible range. The wind sang for us and we laughed.

My honourable job was to care for the incense portal. A big bowl was there and as the groups arrived to climb the hill with their drums, they could clean themselves in the holy smoke of local Artemisia (mugwort). We guarded the portal, listened to the drum beats, it started to rain and I was completly relaxed and grounded.

Umzug nach – moving to Ebenthal

Endlich war es soweit – wir zogen aus der Stadt in Richtung Land, hin zum Sattnitzbergmassiv. Endlich konnte man nachts das Fenster offen lassen und den Himmel sehen – Sonnenauf- und untergänge, die Mondin, die Sterne, Regenbogen. Es war herrlich ruhig, in der Nacht hörte man Käuzchen aus dem nahen Wald rufen!

Finally we moved out of the city to the countryside. Now we could open the windows over night and see the sky – sun rise and set, the moon and stars, rainbows. It is magnificant silent, at night one can hear little owls calling from the nearby forest!

Thüringen – Thuringia

Wie lange war ich schon nicht mehr in meiner Heimat gewesen! So sehr hatte ich mich nach rauschenden Wäldern und dem Duft der Bärwurzwiesen gesehnt!

Ich legte mich auf die Erde, spürte ihren vertrauten Herzschlag und atmete tief ihren wundervollen Geruch ein. Hüpfte über bunte Blumenwiesen wie damals als Kind. Trank aus kühlen Quellen und aus Frauenmantelblättern den glitzernden Tropfen, den magischen Trunk. Wir wanderten auf den Schneekopf und um uns herum – nichts als der Thüringer Wald!

For so long I haven’t been in my home country! I had been longing for whooshing forests and the scent of spignel meadows!

I laid upon the earth, feeling her familiar heartbeat and took a deep breath of her wonderful smell. Jumping over colourful flower fields like in my childhood. Drinking from chill springs and from lady’s mantle leaves the shimmering drop, the magic drink. We walked to the “Snow Peak” and all around us – the Thuringian Forest!