Kreatives Chaos

Der Frühling naht – jedenfalls spüre ich es weniger wenn ich ins Nebelgrau hinausblicke und den Resten vom Schnee als wenn ich kreative Projekte betrachte inklusive meiner Eigenen. Alles scheint nach Außen zu drängen, ans Licht zu kommen, um wachsen und gedeihen zu können, all das keimt nun auf, was über den Winter erträumt wurde.

In meinem Zimmer herrscht das kreative Chaos, eine Schreibtischbaustelle, in der ich hoffentlich bald meine Sachen ausbreiten kann, Kisten voller Filz, irgendwo der Laptop neben Kaffeetasse, Kerzen und Stiften, dazu jede Menge Zettel am Visionboard und ungeordnete auf den improvisierten Tischen drapiert. Halbfertige Filzgöttinnen neben schon beschrifteten Paketen, die aufs Verschicken warten. Derweil finde ich noch alles, denn wenn ich dann mal aufräume, weiß ich meist nicht mehr, wo ich es hingeräumt habe…

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FilzGöttin wächst und gedeiht, ein erstes Paket geht nach England (juhu 😉 , mehrere nach Deutschland und Österreich. Ich bin so dankbar dafür, es macht voll viel Spaß neues zu probieren und gestern Abend, als ich so richtig im Flow war (also filzen, nähen, Farben aussuchen, Skizzen aufzeichnen…) kam mir der beglückende Gedanke wie genial es ist, wenn wir unsere Kreativität ausleben können! Diese immense Kraft, die meiner Meinung nach in jedem von uns steckt, raus lassen zu dürfen, sie spielen lassen zu dürfen mit allem was da ist, sei es nun Sand, Erde, Malfarben, Filz, Worte oder das Planen eines neuen Ladens, das Übersetzen eines Buches oder was auch immer, die Phantasie ist schließlich unbegrenzt, lassen wir uns einmal darauf ein, beginnt sie zu sprudeln und kann auch nicht mehr gestoppt werden! Ich bin so dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe, mich kreativ entfalten zu können!

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Und wundervoll ist es auch, wenn ich so sehe, was die anderen so alles auf die Beine stellen und ich liebe unsere Netzwerke, so dass wir uns gegenseitig unterstützen können, denn nur so geht es schließlich!

Momentan gibt es zwei spannende Crowdfunding Projekte bei Startnext, die ich mitverfolge und unterstütze, wo ich die jeweiligen Starter kenne und es ist so schön miterleben zu dürfen, wie die Fangemeinde wächst, wie es geteilt wird und weitergesagt wird, einfach schön!

Zum einen die Xanthippe, ein Frauenladen-Cafe in Dresden, wo dann auch Rote Zelte stattfinden sollen:

https://www.startnext.com/xanthippe-dresden#

Und zum anderen eine Übersetzung eines tollen Buches für Mädchen und Frauen über Sexualität mit wunderschönen Bildern:

https://www.startnext.com/liliths-schatz

Also, helft mit, dass diese tollen Projekte zustande kommen können, es lohnt sich auf jeden Fall, wer weiß, vielleicht startet ihr ja mal ein Projekt und seid auch froh über jede Unterstützung 😉 jeder kann jedem helfen!

Alles Liebe und einen kreativen Tag euch allen

Eure Elaria

FilzGöttin – wie alles begann

Heute habe ich es also gewagt – meine Filzgöttinnen öffentlicher zu zeigen als bisher auf Märkten auf der Göttinnen-Konferenz oder Veranstaltungen im kleineren Rahmen.

Jetzt gibt es also schon einmal eine Facebook-Seite 😉
http://www.facebook.com/filzgoettin
auf der ich Neuigkeiten posten kann!

Ui, bin ich aufgeregt!

Jetzt möchte ich euch kurz erzählen, wie es überhaupt dazu kam 😉
Angefangen hat alles vor ein paar Jahren, ich glaub es war 2010, wo ein paar Freundinnen und ich uns trafen, um gemeinsam Weihnachtsgeschenke für unsere Familien zu basteln. Eine hatte ein Buch über Filzelfen dabei und jede Menge bunten Filz und Filznadeln, ich hatte das noch nie probiert, war aber sofort begeistert davon und konnte gar nicht mehr damit aufhören! Jeder in der Familie und im Freundeskreis bekam also eine Elfe 😉

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zuerst waren es ein Filzelfen für Freunde und Familie…

Und ich dachte mir, wow, das macht Spaß, ich probier einfach alles Mögliche aus. Und da ich mich für Göttinnen interessiere, wollte ich unbedingt welche filzen, die sollten aber stehen, damit man sie auf einen Altar oder so stellen kann. Also werkelte ich so lange herum, bis ich es hinbekam, meine Technik verfeinert sich nun Jahr für Jahr, auch wenn meine Finger manchmal immer noch blutig sind vom vielen Nadelstechen…

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Eine meiner ersten Göttinnen – Perchta

Ich stellte sie dann 2012 und die Jahre drauf auf der Göttinnen-Konferenz aus und bekam etliche Bestellungen, mittlerweile gab es auch einen Katalog und ich hatte das gesamte Jahres-Göttinnnen-Rad gefilzt oder je nach Thema der Konferenz (2014 Wasser-Konferenz in Wien). Auch bei uns in der Gegend nahm ich mal an einem Adventmarkt teil oder auf Märkten von „Spinnen und Weben“ in Wien! Das macht mir immer großen Spaß 😉

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Manchmal kommen einfach neue Ideen für bestimmte Figuren, auch von Sonderanfertigungen kann ich viel lernen und ansonsten lass mich inspirieren von der Natur, von alten Elfen-Geschichten aus meiner Jugend und Göttinnen-Erzählungen und -bildern!

Also, sagt Bescheid wenn Euch eine Figur besonders anspricht, ich schicke sie Euch, vom Preis her sind es 20-25 Euro oder mehr plus Versandkosten! Ich freue mich, etwas für Euch filzen zu dürfen 😉

AGB findest du hier: http://www.elaria-starrider.com/blog/filzgoettin/agb/

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dieses Jahr auf der Göttinnen-Konferenz in Wien

Das zweite Rote Zelt in der Villa Maria

Sonntagabend war es wieder soweit: ein Roter-Zelt-Abend!

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Das Aufbauen ist für mich schon zu einem Ritual geworden. Einen komplett leeren Raum in einen gemütlichen, warmen zu verwandeln, macht mir wirklich Freude. Zuerst hänge ich den großen Baldachin auf an einem eigens dafür befestigten Haken an der Decke, den ich dann mit Schnüren und Steinen wie ein Zelt abspanne, so dass ca. 7 Frauen gut Platz darin finden. Als nächstes kommt eine große rote Decke als Unterlage hinein, darauf Matten und Kissen. Die Mitte gestalte ich mit roten Kerzen und einem Frauenkreis aus Ton. Den restlichen Raum dekoriere ich mit den Kisten, in denen ich alles transportiere, auf die kommen rote Tücher und meine selbstgemalten Bilder und allerlei Dinge wie eine Matroschka, eine Handspindel und Postkarten. Für den Aufbau lasse ich mir insgesamt eine Stunde Zeit, damit ich es gemütlich machen kann und noch Zeit ist für Tee kochen, Schokolade und Nüsse in Schalen füllen und räuchern, die Kerzen in den vielen Windlichtern anzünden.

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Nach und nach kommen die Frauen, gestern waren wir insgesamt 7 Frauen, darunter ein Baby-Mädchen, 6 Wochen alt. Ein paar von ihnen waren schon mal da gewesen, für einige war es eine neue Erfahrung. Zuerst kommen alle gemütlich an, machen es sich bequem, trinken Tee und lernen sich kennen. Am Sonntag legte ich aus roten Tüchern eine Schlangenlinie auf den Boden, die eine Lebenslinie repräsentierte. Wir sangen ein Lied, ich machte eine Achtsamkeitsübung und jede ging mit einer Kerze in der Hand die Linie entlang und stellte ihr Licht dort ab, wo sie ihren wohl schönsten Glücksmoment im Leben hatte. Im Roten Zelt tauschten wir uns dann darüber aus und machten gleich weiter mit vielen Dankesrunden, wofür jede in ihrem Leben dankbar ist. Da kam wirklich sehr viel zusammen, wunderschön zu sehen! Wir machten so viele Runden, bis uns erst mal nichts mehr einfiel 😉

Es war echt gemütlich und sehr behaglich im Roten Zelt, mittlerweile war es draußen finster und die roten Kerzen verbreiteten ein kuscheliges Licht. Wir saßen im Zelt und sangen, ratschten und aßen Kuchen und Nüsse. Für jede von uns sangen wir noch ein Lied mit ihrem Namen zum Abschluss. Jede konnte noch so lange bleiben wie sie wollte, wir ließen den Abend gemütlich ratschend ausklingen, während wir gemeinsam das Zelt abbauten und den Raum wieder leer, aber gefüllt mit einer schönen Stimmung zurückließen. Bis zum nächsten Mal im Roten Zelt am 9. November!

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